How to HANA: HANA Cloud Platform (HCP)

Eine, völlig kostenlose, Zugangsmöglichkeit zu SAP HANA ist über die SAP HANA Cloud Plattform – kurz SAP HCP. Allerdings unterscheiden sich diese Zugangs- und Anwendungsmöglichkeiten grundsätzlich von den anderen genannten, gering kostenpflichtigen Lösungen. Auf diese bzw. die wesentlichen Unterschiede will ich noch einmal kurz eingehen. Eine Übersicht der vorgestellten Lösung findet sich hier.

Zunächst läuft die HCP auf einer von SAP betriebenen Cloud-Farm, weltweit aktuell bestehend aus fünf Cloud-Clustern. Zwei US-Instanzen, eine AP-Instanz, eine zentrale HANA-Instanz, vermutlich aus den deutschen Rechenzentren, worauf ebenso die fünfte und letzte Instanz läuft und zwar die HANATRIAL-Instanz. Zugriff erhält man mittels seines Cloud-Plattform-Users ebenso über eine Eclipse oder SAP HANA Studio Installation mittels des Cloud Plattform Plugins, allerdings sehr restriktiv und daher findet sich das meiste, Cloud-typisch, im Web statt.

HANA Cloud Platform Cockpit

scherblog_sap_hana_cloud_offerings_hcpDer zentrale Einstieg der HCP ist das HANA Cloud Platform Cockpit. Hier kann man seine Instanzen managen, Quellen über den externen Cloud Connector anbinden, hat eine Übersicht seiner Anwendungen, Berechtigungen, OData Services etc.

Ein wesentlicher Dreh- und Angelpunkt sind allerdings die Subscriptions bzw. teilweise auch als Microservices deklarierten Features, größtenteils kostenpflichtig. Neben der WebIDE als momentan kostenlose Subscription finden sich auch hier die Internet of Things (IoT) Subscription, welche aktuell zum Beispiel auch von Siemens als Cloud Plattform Lösung ihrer Windanlagen präsentiert – basierend auf SAP HANA Cloud Platform oder eine Gamificaition, Mobile, etc. Subscription.

WebIDE

scherblog_sap_hana_cloud_platform_webideNicht zu verwechseln mit der XS-Lösung der HANA, der Web-based Development Workbench, ist die WebIDE die zentrale Entwicklungsumgebung auf der HCP und eine der automatisch zugewiesenen Subscriptions und momentan einzig einsetzbar über die HCP. Zwar kann man ebenso auf die XS-Lösung zurückgreifen, aber die Vorteile des Rapid Development überwiegen bei einer WebIDE stark. GiT-Integration zur Versionierung der Programmierung, ein Entitiy-Konzept zur besseren Migration von oData Services mit der UI oder das automatisierte Veröffentlichen von Anwendungen in die HCP, dem Fiori Dashboard oder Enterprise Portal sind nur ein paar integrierte Möglichkeiten der WebIDE.

Anmerkung meinerseits: Die WebIDe war zunächst bekannt unter River, welche SAP aufgekauft hat.

Fazit

Generell unterscheidet sich der Einsatz der HCP grundsätzlich. Der Zugriff erfolgt hauptsächlich über das Cloud Cockpit. Die Entwicklung hauptsächlich mit der WebIDE und die Datenanbindung über das eigene Tool Cloud Connentor. Selbst bei den beiden anderen, kostengünstigeren Lösungen, einer Cloud Appliance Library Lösung oder der SAP HANA One Lösung der Amazon Web Services erhält man auf die „Cloud“-HANA einen Zugriff, wie man es von On-Premise Lösungen gewohnt ist.

Bereits jetzt ergibt sich eine Trennung zwischen den beiden Plattformen, einmal die ursprünglich vorgestellte SAP HANA Plattform, in Cloud oder On-Premise und einmal die HCP, welche aktuell vermehrt in den Fokus der SAP tritt. Die WebIDE ist nur verfügbar für die HCP, erwähnte Mikroservices bzw. Subscriptions generell wie die der IoT – nur SAP HCP. Somit ist es SAP mittlerweile recht elegant gelungen zwei Ökosystem zu schaffen, wobei im Gegensatz zur allen anderen Lösungen, die HCP nur durch die SAP vertrieben wird. Ich bin persönlich gespannt wo die Reise hinführt und verbleibe zunächst mal auf der Cloud Appliance Library Lösung, da sie auch am Nächsten den On-Premise Lösungen bei Kunden ist und mehr Zugriffsmöglichkeiten auf Systemebene bietet.

Posted in: SAP Cloud, SAP HANA

Post a Comment

*